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So lernst du Vokabeln

Wenn du deine Vokabelliste zehnmal durchliest, fühlt sich das nach Lernen an, aber bis zum Test ist vieles wieder weg. Hier sind sechs Arten, Vokabeln zu üben, die besser funktionieren, und wie du sie anwendest.

1. Frag dich selbst ab, statt nur zu lesen

Das Beste, was du tun kannst: Versuch, dich an die Antwort zu erinnern, bevor du nachschaust. Deck die Antwort zu, sag oder schreib, was du glaubst, und prüf dann nach. Lernen, indem man sich selbst abfragt, gehört zu den am besten erforschten Lernmethoden.

Wenn du nur liest, kommen dir die Wörter bekannt vor, und du glaubst schnell, dass du sie kannst. Erst wenn du ein Wort selbst aus dem Gedächtnis holen musst, merkst du, was wirklich hängen geblieben ist. Und genau diese Anstrengung beim Erinnern sorgt dafür, dass du dir das Wort besser merkst.

2. Übe ein bisschen, verteilt auf mehrere Tage

Drei kurze Einheiten an verschiedenen Tagen bringen mehr als eine lange am Abend vor dem Test, auch wenn du insgesamt genauso viel Zeit investierst. Zwischen den Einheiten vergisst du ein wenig, und wenn du das Wort dann wieder hervorholst, wird die Erinnerung stärker.

  • Tag 1: Geh alle Wörter durch und frag dich einmal ab.
  • Tag 2 oder 3: Frag dich noch einmal ab, ohne vorher zu lesen.
  • Am Tag vor dem Test: eine letzte Runde mit den Wörtern, die dir noch schwerfallen.

Jede Einheit darf kurz sein. Wichtig ist, dass du mehrmals zu den Wörtern zurückkommst.

3. Schreib die Antwort, statt sie nur auszuwählen

Es gibt mehrere Arten, dich selbst abzufragen, und sie sind nicht gleich schwer:

  • Die Antwort schreiben ist am schwersten und bringt am meisten. Du musst dich an das ganze Wort erinnern und es richtig schreiben, genau wie in einem schriftlichen Vokabeltest.
  • Multiple Choice ist leichter, weil du die richtige Antwort nur unter ein paar Möglichkeiten wiedererkennen musst. Das passt gut, wenn die Wörter ganz neu sind.
  • Karteikarten mit dem Wort auf der einen und der Antwort auf der anderen Seite gehen schnell. Überleg dir die Antwort, bevor du die Karte umdrehst, und sei ehrlich zu dir, ob du sie wirklich wusstest.

Ein guter Plan: Fang mit Multiple Choice oder Karteikarten an, solange die Wörter neu sind, und wechsle zum Schreiben, sobald du sie ein bisschen kannst. Achte darauf, dass du die richtige Antwort sofort siehst, wenn du etwas falsch hast.

4. Übe, was du nicht wusstest

Nach einer Runde weißt du, welche Wörter noch nicht sitzen. Übe sie gleich noch einmal, bis du auch die richtig hast. Da bringt deine Zeit am meisten.

Lass die Wörter, die du schon konntest, aber nicht einfach weg. Nimm beim nächsten Üben wieder die ganze Liste dran, auch die leichten Wörter. Was du einmal konntest, kannst du auch wieder vergessen, und wenn du dich erneut abfragst, bleibt es im Kopf.

5. Sprich die Wörter laut aus

Sag beim Üben jedes Wort laut, auf Deutsch und in der neuen Sprache. Wörter, die du laut aussprichst, merkst du dir leichter als Wörter, die du nur still liest. Außerdem übst du die Aussprache, die du brauchst, wenn du die Sprache wirklich benutzt.

6. Übe in beide Richtungen

Zu wissen, dass dog Hund heißt, ist nicht dasselbe, wie Hund auf Englisch sagen zu können. Übe vom Deutschen in die neue Sprache und umgekehrt. Frag deine Lehrerin oder deinen Lehrer, in welche Richtung der Test geht, und verbring dort die meiste Zeit.

Kurz gesagt

  • Frag dich selbst ab, statt nur zu lesen.
  • Übe ein bisschen an mehreren Tagen.
  • Schreib die Antwort, sobald du die Wörter ein bisschen kannst.
  • Übe, was du nicht wusstest, aber nimm beim nächsten Mal alle Wörter dran.
  • Sprich die Wörter laut aus und übe in beide Richtungen.

Ist dein Test schon morgen? Lies Vokabeltest morgen? So lernst du die Wörter an einem Abend.

Mit Learn It üben

Learn It ist eine kostenlose App für iPhone und iPad ohne Werbung, die dich Vokabeln und andere Fragen für die Schule abfragt. Du tippst die Wörter aus deinen Hausaufgaben ein und übst in den Modi Schreiben, Multiple Choice oder Karteikarten. Nach jeder Runde kannst du nur die Wörter üben, die du nicht wusstest, und mit einem Code kannst du ein Quiz mit deiner Klasse teilen.

Deine Liste kannst du auch im Browser auf trylearnit.com erstellen und dort gleich üben.

Quellen

  1. Dunlosky, J., Rawson, K. A., Marsh, E. J., Nathan, M. J. & Willingham, D. T. (2013). Improving students’ learning with effective learning techniques. Psychological Science in the Public Interest, 14(1).
  2. Roediger, H. L. & Karpicke, J. D. (2006). Test-enhanced learning: Taking memory tests improves long-term retention. Psychological Science, 17(3).
  3. Cepeda, N. J., Pashler, H., Vul, E., Wixted, J. T. & Rohrer, D. (2006). Distributed practice in verbal recall tasks: A review and quantitative synthesis. Psychological Bulletin, 132(3).
  4. Kang, S. H. K., McDermott, K. B. & Roediger, H. L. (2007). Test format and corrective feedback modify the effect of testing on long-term retention. European Journal of Cognitive Psychology, 19(4–5).
  5. Karpicke, J. D. & Roediger, H. L. (2008). The critical importance of retrieval for learning. Science, 319(5865).
  6. MacLeod, C. M., Gopie, N., Hourihan, K. L., Neary, K. R. & Ozubko, J. D. (2010). The production effect: Delineation of a phenomenon. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 36(3).

Über den Autor

Hugo Falk hat 2016 mit zwölf Jahren angefangen, Learn It zu entwickeln. Während seiner ganzen Schulzeit hat er die App selbst benutzt und mit seinen Mitschülern und Lehrern getestet.